IT-Sicherheitsberatung: Business Impact Assessment (BIA)
Ein Business Impact Assessment (eine Business-Impact-Analyse) ist eine Methode zur Sammlung und Identifizierung von wichtigen Prozessen und Funktionen innerhalb einer Organisation, um die den Prozessen zugrundeliegenden Ressourcen zu erfassen.
Die Gap-Analyse und das Business Impact Assessment (BIA) sind beide wichtige Werkzeuge im Risiko- und Compliance-Management, unterscheiden sich jedoch in Zweck, Fokus und Anwendung. Gap-Analyse identifiziert Lücken zwischen dem aktuellen Zustand (z. B. bestehende Sicherheitsmaßnahmen) und einem gewünschten Zielzustand (z. B. Normanforderungen wie ISO 27001). Sie dient der Erstellung eines Maßnahmenplans zur Schließung dieser Lücken.
Business Impact Assessment (BIA) bewertet die potenziellen Auswirkungen von Störungen auf kritische Geschäftsprozesse, um Wiederherstellungsziele wie RTO (Recovery Time Objective) und RPO (Recovery Point Objective) zu definieren. Es ist Kern des Business Continuity Managements (BCM) nach ISO 22301.
Die BIA ist eine gute Möglichkeit, um wechselseitige Abhängigkeiten zwischen Prozessen und/oder Unternehmensbereichen aufzuzeigen, die Auswirkungen bei Ausfällen von Prozessen, die Kritikalität jedes Prozesses für den Gesamtkonzern und die benötigte Wiederanlaufzeit aufgedeckt werden. Zusammen mit einer Risikoanalyse bildet die BIA die Grundlage für eine Sicherheitsstrategie, die wiederum das Unternehmen in Notfällen und Krisen unterstützen kann. Sie eignet sich als guter Einstieg in die Risikoananalyse um festzustellen, mit welchen Schäden und Auswirkungen für manche Prozesse überhaupt gerechnet werden muss.
Ein BIA-Report kann intern erstellt werden oder mithilfe externer Berater. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit den internen Mitarbeitenden einer Firma jedoch unabdingbar, da diese über wertvolles Wissen verfügen, das für den ersten Schritt von großer Relevanz ist.
Wir haben einen etablierten Ablauf entwickelt, wie eine solche BIA aussehen kann und können dies für Ihre Prozesse und Systeme in Ihrem Unternemen zusammen mit den verantwortlichen Ansprechpartner für Sie durchführen. Hierbei werden die wichtigsten Informationen mithilfe von automatisierten Umfragen oder persönlichen Interviews gesammelt. Dadurch können die Geschäftsfunktionen nach ihrer Wichtigkeit eingeordnet werden, wodurch finanzielle und nichtfinanzielle Auswirkungen bei Ausfällen einschätzt werden können. Dies macht eine spätere Risikoanalyse wesentlichen effektiver.



