Wie bei Heise berichtet wurde, haben zwei deutsche Landeskriminalämter eingeräumt, bei Datenhändler Ortungsdaten Dritter gekauft und für Ermittlungen genutzt zu haben. Das LKA Mecklenburg-Vorpommern bestätigte auf Nachfrage, in geringem Umfang werbebasierte Standortdaten genutzt zu haben, um Verflechtungen und Beteiligungen bei Online-Straftaten und Wirtschaftskriminalität zu analysieren. Die Daten dürften auf Smartphones für Werbezwecke erfasst und von Datenhändlern aggregierte worden sein. Eine klare gesetzliche Grundlage für die Nutzung solcher Daten durch Ermittlungsbehörden gab es wohl nicht.
Es stehe zu beführchten, dass das Ausmaß deutlich größer sein könnten, denn wie Heise schreibt, ergab eine bundesweite Umfrage unter allen 16 Landeskriminalämtern eine Mauer des Schweigens. Während fünf Bundesländer den Einsatz verneinten, verweigerten neun LKAs – darunter Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen und das Saarland – unter Verweis auf „Geheimschutzgründe“ oder „polizeitaktische Belange“ jegliche Auskunft.
Quelle: https://www.heise.de/news/Werbe-Tracking-Deutsche-Ermittler-kauften-Handydaten-11316018.html?wt_mc=nl.red.ho.ho-nl-daily.2026-06-03.ansprache.ansprache

