Rechtsanwaltskanzlei Bock
Werkmeisterstr. 41
47877 Willich

Einigungen der Regierungsparteien auf Beschäftigtendatenschutzgesetz

12. Januar 2013

Wie man heute bei SPON lesen kann, haben sich die Regierungsparteien CDU/CSU und FDP nun überraschend auf ein Gesetz zum Arbeitnehmerdatenschutz geeinigt. Eigentlich hat ja keiner mehr damit gerechnet und wie sich das mit der zu erwartenden EU-DS-GrundVO decken wird, bleibt abzuwarten.

Vollgendende Regelungen sollen u.a. enthalten sein:

  • Die heimliche Videoüberwachung von Beschäftigten in Deutschland soll verboten werden. Im Gegenzug werde die offene Videoüberwachung ausgeweitet.
  • Jede „Erhebung, Verarbeitung und Nutzung“ von Daten im Beschäftigungsverhältnis soll unter einen doppelten Vorbehalt gestellt werden: Sie muss erstens erforderlich sein; außerdem darf zweitens kein überwiegendes Interesse des betroffenen Mitarbeiters entgegenstehen.
  • Arbeitgeber sollen sich im Internet alles ansehen dürfen, was allgemein verfügbar ist. In sozialen Netzwerken wie Xing oder Facebook dürfen sie sich hingegen nicht als angebliche „Freunde“ eines Bewerbers in geschlossenen Bereichen umsehen.
  • Änderungen bezüglich des Mitarbeiterscreenings.
  • Betriebsvereinbarungen dürfen nicht das BDSG Niveau unterschreiten. Wenn ein einzelner Mitarbeiter weitergehenden Regeln nicht freiwillig zustimmt, soll er nicht „diskriminiert“ werden dürfen.

Soweit der Artikel im SPON, welcher sich auf einen Bericht der Frankfurter Allgemeine Zeitung beruft. Sobald ich den Entwurf vorliegen habe, werde ich mehr berichten.

Weitere Artikel

3. Juni 2026

Werbe-Tracking: Deutsche Ermittler kauften Handydaten

Wie bei Heise berichtet wurde, haben zwei deutsche Landeskriminalämter eingeräumt, bei Datenhändler Ortungsdaten Dritter gekauft und für Ermittlungen genutzt zu haben. Das LKA Mecklenburg-Vorpommern bestätigte auf Nachfrage, in geringem Umfang werbebasierte Standortdaten genutzt zu haben, um Verflechtungen und Beteiligungen bei Online-Straftaten und Wirtschaftskriminalität zu analysieren. Die Daten dürften auf Smartphones für Werbezwecke erfasst und von…

Zum Artikel
22. März 2024

Durchführung des CyberRisikoChecks nach DIN SPEC 27076

Gestern habe ich an der ersten Präsenz Schulungsveranstaltung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn teilgenommen. Die Cyber-Risiko-Checks mit der vom BSI den Teilnehmer, die die erforderlichen Qualifikationen haben müssen, zur Verfügung gestellten Software können jetzt losgehen. https://www.bsi.bund.de/DE/Service-Navi/Presse/Pressemitteilungen/Presse2024/240323_CyberRisikoCheck.html Geplant ist, dass die Prüfung online im Rahmen eines semistrukturierten Interviews durchgeführt. Semistrukturiert soll…

Zum Artikel
22. Feb. 2024

BayLDA kontrolliert die Prüfung von DSFA-Schwellwerten in Unternehmen

Unternehmen in Bayern müssen mal wieder mit einer schriftlichen Prüfung der Landasdatenschutzbehörde BayLDA rechnen. Aktuell führt die Aufsichtsbehörde eine Prüfung der korrekten Bestimmung zur DSFA-Durchführung („DSFA-Schwellwertprüfung“) bei Hochrisikoverarbeitungen in einer schriftlichen Verfahrensprüfungen durch. Nach Angaben des BayLDA werden zufällig ausgewählte Verantwortliche zu den Einträgen im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten (Art. 30 DSGVO) befragt, bei denen die…

Zum Artikel