Rechtsanwaltskanzlei Bock
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9. Sep. 2026

Meta Business Tools: Kein DSGVO-Schadensersatz ohne konkreten Nachweis der eigenen Betroffenheit

LG Bamberg, Urteil v. 13.05.2025, Az. 42 O 126/24 Kurzzusammenfassung Wer Schadensersatz wegen einer angeblich rechtswidrigen Datenverarbeitung durch „Meta Business Tools“ wie Meta Pixel, App Events oder die Conversions API verlangt, muss konkret darlegen, dass und welche eigenen personenbezogenen Daten tatsächlich verarbeitet wurden. Allgemeiner Vortrag über die Funktionsweise der Tracking-Technologien und eine Liste von Webseiten,…

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4. Sep. 2026

Datenpanne beim Dienstleister: Nicht jeder Datenabfluss führt zur Haftung des Verantwortlichen

OLG Brandenburg, Urteil v. 02.03.2026, Az. 1 U 1/24 Kurzzusammenfassung Ein Unternehmen haftet nicht automatisch nach Art. 82 DSGVO, wenn Kundendaten durch einen Mitarbeiter eines eingesetzten Dienstleisters entwendet oder infolge einer fehlerhaft konfigurierten Schnittstelle von Hackern abgegriffen werden. Das OLG Brandenburg bestätigt zwar, dass bereits der unbefugte Zugriff bzw. die unbefugte Offenlegung personenbezogener Daten einen…

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4. Sep. 2026

EuGH: Aktionärsdaten dürfen nicht ohne Weiteres öffentlich im Internet zugänglich gemacht werden

EuGH, Urteil v. 03.09.2026 – C-798/24 – „Jautiva“, ECLI:EU:C:2026:679 Kurzzusammenfassung Der EuGH stärkt den Datenschutz von Aktionären. Die gesellschaftsrechtlichen Offenlegungspflichten der Richtlinie (EU) 2017/1132 verlangen nicht, dass Informationen über sämtliche Aktionäre einer Aktiengesellschaft, insbesondere über Minderheitsaktionäre, öffentlich zugänglich gemacht werden. Mitgliedstaaten dürfen zwar weitergehende Offenlegungspflichten vorsehen. Die DSGVO setzt ihnen dabei aber Grenzen. Eine Regelung,…

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3. Sep. 2026

Direktwerbung nach Vertragsende: Wann ehemalige Kunden nicht mehr postalisch angeschrieben werden dürfen

VG Berlin, Urteil v. 11.03.2026, Az. 42 K 7.25 Kurzzusammenfassung Personenbezogene Daten ehemaliger Kunden dürfen nicht ohne Weiteres für Direktwerbung weiterverwendet werden. Zwar kann Direktwerbung grundsätzlich ein berechtigtes Interesse im Sinne von Art. 6 Abs. 1 Buchst. f DSGVO darstellen. Entscheidend sind aber die konkreten Umstände des Einzelfalls. Insbesondere sind der zeitliche Abstand zum letzten…

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1. Sep. 2026

Kirchliches Datenschutzrecht darf das DSGVO-Auskunftsrecht nicht absenken

VG Berlin, Urteil v. 17.06.2026, Az. 42 K 25/25 Kurzzusammenfassung Religionsgemeinschaften dürfen aufgrund ihres Selbstbestimmungsrechts eigene Datenschutzregelungen anwenden. Diese dürfen das durch die DSGVO gewährleistete Schutzniveau jedoch nicht unterschreiten. Das VG Berlin hat deshalb eine Regelung im Datenschutzrecht der Zeugen Jehovas für unanwendbar gehalten, die den Auskunftsanspruch beschränkte, wenn durch die Auskunft die Wahrnehmung des…

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1. Sep. 2026

DSGVO-Auskunft zu Kinderdaten: Bei gemeinsamem Sorgerecht kann die Zustimmung beider Eltern erforderlich sein

  VG Berlin, Urteil v. 30.06.2026, Az. 42 K 41/25 Kurzzusammenfassung Das VG Berlin hat sich mit der Frage beschäftigt, unter welchen Voraussetzungen ein getrennt lebender Elternteil für sein minderjähriges Kind einen Auskunftsanspruch nach Art. 15 DSGVO geltend machen kann. Entscheidend ist zunächst: Betroffene Person ist das Kind selbst. Der Elternteil macht daher nicht einen…

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31. Aug. 2026

Auch exzessive DSGVO-Auskunftsersuchen dürfen nicht einfach ignoriert werden

VG Osnabrück, Gerichtsbescheid v. 19.08.2026 – 7 A 170/24 Kurzzusammenfassung Auch wenn ein Verantwortlicher ein Auskunftsersuchen nach Art. 15 DSGVO für exzessiv hält, darf er es nicht einfach unbeantwortet lassen. Das VG Osnabrück stellt klar: Der Verantwortliche muss grundsätzlich innerhalb eines Monats reagieren. Will er wegen eines offenkundig unbegründeten oder exzessiven Antrags nicht tätig werden,…

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31. Aug. 2026

Newsletter darf nicht zur Eintrittskarte für den Online-Shop werden

OLG München, Urteil v. 23.04.2026 – 29 U 599/24 e Kurzzusammenfassung Ein Online-Shop darf die Einrichtung bzw. Aktivierung eines Kundenkontos grundsätzlich nicht davon abhängig machen, dass der Kunde zugleich in den Erhalt eines Newsletters einwilligt. Nach dem OLG München fehlt es an der für eine wirksame datenschutzrechtliche Einwilligung erforderlichen Freiwilligkeit, wenn der Kunde faktisch keine…

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